Montag, 30. Dezember 2013

Arm aber vegan

„Und was ist mit Kohlrouladen, so als Kompromiss?“ Rüdiger Hoffmann

Da alles weitermacht, stehen für 2014 einige Dinge auf meiner Agenda. Mitte Januar, wenn die Reste von Weihnachten weggemampft sind, will ich einen Monat vegan leben. Mir geht es dabei nicht um den ökologischen Gedanken, wobei ich gar nicht weiß, wie der genau ausschaut. Repräsentativ dahinter zu stehen, bedeutet häufig Nichtveganern seinen Protestgedanken vorzuhalten, ohne erhobenen Zeigefinger geht es scheinbar nicht.
In erster Linie geht es mir dabei um mich. Wenn jemand auf der Straße einem Reh ausweicht und gegen einen Baum fährt, dann mache ich mir weiterhin mehr Sorgen um den Fahrer als um das Reh, den Baum oder das Auto. Sorry.

Wie die Welt funktioniert, ist kein Geheimnis, nur unheimlich kompliziert.
Um durch das Labyrinth der Lebensmittelindustrie, bestehend aus nationalen, wie internationalen Gesetzen und Abkommen und dessen Missachtung, Umwelteinflüssen, gesteuerten Konsumverhalten, Verschwörungstheorien und hetzerischen Dokumentationen, durchzusteigen, hilft der gesunde Menschenverstand nicht viel. Tierische Produkte landen bekanntlich nicht nur im Essen. Selbst ein unbedenkliches Produkt wird von Leuten hergestellt, die Fleisch essen. Besser mal nicht drüber nachdenken. Die Grenze muss man für sich selbst auspegeln und eine weitere Perspektive ist der Verzicht auf tierische Produkte in Lebensmitteln. Das soll für einen Monat die Intention sein. Also die Seife bleibt weiterhin die gleiche und meine Sammlung von seltenen Kleidungsstücken, bestehend aus vom Aussterben bedrohter Tierarten, behalte ich ebenfalls bei.

Viel halte ich nicht vom Veganertum. Dass die Essgewohnheiten der westlichen Welt nichts mehr mit einem natürlichen Kreislauf zu tun haben, ist klar. Aber sich vollkommen aus dem System auszuklinken, halte ich ebenfalls für Quatsch und mit jener Konsequenz für unmöglich. Dazu kommt dieser militante Unterton der Veganer. In ihren Geschichten geht es ständig darum sich für das hilflose Tier aufzuopfern, selten geht es in der Sache um die eigene Gesundheit und auf gar keinen Fall um das eigene Ego. Dabei wissen wir doch alle, geht es dem Veganer nur um das eigene Ego. Ob der Verzicht den Veganer zu einem besseren, im Sinne von überlegenden, Menschen macht, lasse ich mal dahin gestellt. Auf jeden Fall sollte der Verzicht auf tierische Produkte dich nicht aggressiv und intolerant werden lassen. Falls mich mein Eindruck dermaßen täuschen sollte, entschuldige ich mich und empfehle dem Veganer ein Schweigegelübde gleich noch obendrauf zu setzen.

Damit ich mich nicht wie ein schlechter Ladendieb minutenlang vor den Regalen aufhalte oder grundsätzlich alles ablehne, will ich mich informieren.
Ich habe keine Ahnung von den neuen Möglichkeiten. Das Gewissen warnt einen ja leider nicht vor dem Verzerr: „Kekse, igitt! Wie kann man nur Kekse essen? da ist Ei drin! Ei! Wie das schon aussieht und dieser Gestank.“
So läuft das nun mal nicht. Deshalb halte ich mich schon an die Regeln.
Das wird schwierig. Noch nicht einmal Hack ist erlaubt! Und teuer wird es werden. Die Preise rechtfertigt die naiv romantische Vorstellung von weiten Feldern, in denen mittendrin der Bilderbuchbiobauernhof (geschenkt, Inka Bause) uns an seinem autarken Leben teilhaben lässt, auch nicht.

Sonntag, 15. Dezember 2013

In Serie

"Du musst das im Original sehen" Allgemeine Meinung

Ich hatte 2008 eine Kategorie im Blog, in der ich Serien schaute und mir ein sehr differenziertes Bild davon machte. Eine Folge reicht dafür vollkommen aus. Und weil es allen soviel Spaß bereitete und es in letzter Zeit soviel Serien gibt, die mir unbedingt empfohlen werden oder früher mal ein Hit waren, schaue ich sie mir halt an. Auf Arte, RTL Nitro, Sixx, ZDF Kultur und Neo laufen ununterbrochen Serien. Der Programmdirektor von Pro7(Maxx) setzt ebenfalls voll auf Serien. Das Material ist also vorhanden. Nächste Woche geht es los.
Ich werde in einer Umfrage ein kleines Angebot von Serien zum Abstimmen vorlegen, nachdem feststeht, welche Serie ich mir anschauen werde, liefere ich den Text entsprechend einen Tag später oder so ab. Das klingt doch super, wer sich darauf nicht freut, kann sein Internet auch gleich auslassen. Ehrlich.

Rechts in der Sidebar findet ihr die erste Umfrage.
Zum nachlesen der Serien, die ich 2008 geschaut habe, folgt dem Link.


Freitag, 13. Dezember 2013

Schachnovelle




"Am Schachbrett kommt es anders als ihr dachtet 
Bauern werden einfach mitten auf dem Feld geschlachtet
Schwarz gegen weiß, weiß gegen schwarz, bis einer einen matt setzt
Am Schachbrett" Blumentopf

Zum ersten Mal hörte ich von der Schachnovelle in der 5. Klasse. Unbewusst. Daaamals gab es noch eine zweijährige Orientierungsstufe. Weil Fußball bei den AGs völlig überlaufen war, wählte ich als sportive Pflicht-AG Schach aus. Schach ging tatsächlich als Sport durch, womöglich weil es kaum Alternativen gab. Mein Klassenlehrer leitete praktischerweise die Schach AG und er war es auch, der uns die tragische Geschichte von Werner von Basil erzählte. Seine Version fiel allerdings persönlicher aus und in meiner Erinnerung stufte ich sie als wahr ein.  Erst sehr viel später entdeckte ich ein Buch von Stefan Zweig mit dem Titel Schachnovelle. Der Inhalt der Geschichte ähnelte sehr der immanenten Ausführung meines früheren Klassenlehrers.

Falls über Weihnachten etwas Zeit anfällt und ihr nur ein Buch im Jahr lest, dann die Schachnovelle. Es ist unheimlich gut erzählt. Das allein reicht normalerweise schon aus um die Geschichte interessant zu machen. Selbst wenn es um Schach geht! 1960 wurde das Buch verfilmt und ist heute im Internet zu sehen. Exklusiv. Oben. Man kann ruhig erst den Film schauen und dann das Buch lesen. Wie gesagt, die Erzählweise ist es wert.
Worum geht es? Der junge Mario Adorf, der schon immer aussah wie Mario Adorf, spielt den Schachweltmeister Mirko Czentovic, der auf einem Passagierschiff auf den Österreicher Werner von Basil trifft. Jener wurde von den Nazis gefangen gehalten, um Informationen aus ihm rauszuholen, indem sie ihm jeglichen intellektuellen Zugang verwehrten. Kein einziges, geschriebenes Wort, keine Gespräche oder Sonstiges was den Verstand beansprucht. Heutzutage würden sie ihn einfach vor den Fernseher setzen... Im Nachhinein erkannte ich bei den Dialogen zwischen dem Nazi Berger und dem Rechtsanwalt von Basil Parallelen zu Inglorious Bastards. Dieser aufgesetzte Respekt und die gespielte Etikette.

Hauptsächlich geht es in dem Film darüber, wie Werner von Basil zu diesem Schachgenie werden konnte, das den amtierenden Weltmeister unruhig werden lässt. Die Rolle des Schachweltmeisters Czentovic geht dabei etwas unter. Ganz kurz: Er war ein durchschnittlicher Rotzlöffel, dessen Inselbegabung erst sehr spät entdeckt wurde. Er drehte die Schachszene auf links und hatte kein Problem damit gegen Gage Amateure abzuziehen. Womit er allerdings ein richtiges Problem hatte, war Blindschach. Trotzdem wollte er nicht mit seinen Gegnern aus dem Pöbel an einem Tisch sitzen. Skurril.

Falls auf eurem Monitor oder Fernseher der Film in Schwarz / Weiß laufen sollte, dann ist das Gerät offensichtlich kaputt!
Fakt: zu Zeiten des S/W-Films gab es nur zwei Themen: Schach und Dalmatiner. Und die Arschkarte heißt deshalb Arschkarte, weil der Schiedsrichter damals die rote Karte aus der Gesäßtasche holte, die gelbe Karte steckte in der Brusttasche, damit das Publikum vor dem S/W-Fernseher unterscheiden konnte, um welche Karte es sich handelte. Spätestens wenn der Spieler vom Platz ging oder der Moderator was dazu sagte, wäre es klar gewesen, aber Emotionen können nunmal nicht warten! Ist heute noch so.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Lieblingssong Dezember 2013

Wer hin und wieder mal aus dem Fenster schaut oder gar das Haus verlässt, wird es bemerkt haben: Regen. Es ist so auffällig, dass man meinen könnte, es stecke mehr dahinter. Raining Revolution nämlich. Dass man sich auch über den Regen freuen kann, haben Arrested Development glaubwürdig vertont. Jetzt nur noch Bezug auf Nelson Mandela nehmen und fertig ist der Kontext.
Apropos, Arrested Development ist die sozialste Hip Hop Gruppierung, die ich kenne es gibt. Bestellt euch unbedingt alle ein Best of und lasst euch von den positiven Songs abholen, vorausgesetzt die Post-Drohne baut keinen Mist. Die sollen bei Regen ja ihre Probleme haben.
Es gibt übrigens unheimlich viele Lieder, die mit Regengeplätscher oder Donner beginnen! Zu viele um sie aufzuzählen.


Sonntag, 1. Dezember 2013

Ich rege mich auf - Fyve


„Schluss mit dem Tarif-Wahnisnn!“ Werbeslogan von Fyve

Gerade schwofte ich noch mit den Füßen im Sand, im nächsten Moment lag ich samt Palmenmuster Hemd und Bermudashorts in einem übergroßen Planschbecken. Da hatte sich jemand einen Spaß erlaubt.
„Dass das dein Handy mitmacht!“
Dass das mein Handy mitmacht?
Mein iPhone war noch in der Shorts, wo sollte es auch sonst sein? Das Display flackerte anfangs etwas nervös vor sich hin, das kann aber auch an den Caipirinhas gelegen haben. Die Uhr zeigte eine Ziffer lange nach Mitternacht an, es schien alles normal zu sein, zumindest störte es mich nicht weiter.

Nächsten Tag stellte sich heraus, dass das iPhone die SIM Karte nicht mehr erkannte. Da ich gerade von vertraglichen Bedingungen befreit war, konnte ich mich auf eines der viel gepriesenen Schnäppchenangebote von diversen Prepaid Anbietern einlassen. Da ich weder Ahnung, noch Vertrauen habe, dauerte die Entscheidung für einen Anbieter ungefähr zwei Wochen. Stand bis hierhin: zwei Wochen kein Handy.
Ich entschied mich für Fyve. Günstig, Flexibel und eine eigene Universität für ihre ausschließlich weiblichen Modelangestellten. Auf wen wirkt das denn nicht souverän?

Nachdem ich meine Bestellung einer Micro SIM für mein iPhone 4 extra noch mal via eMail bestätigen ließ, kam eine Woche später eine Nano SIM mit der Post. Die dritte Woche ohne Handy. Die Leute von der Fyve Servicezentrale meinten, die Nano SIM funktioniere ebenfalls beim iPhone 4, man benötige nur einen Adapter. Ich nahm die Verwechslung hin und besorgte mir bei Amazon eine Palette SIM Adapter für alle Eventualitäten.
Die Nano SIM funktionierte nicht! Ich schickte die Karte zurück. Mir wurde in einer Mail zugesichert, dass die Rücküberweisung meiner zehn Euro bereits eingeleitet wurde. Einfach die richtige SIM im Austausch, gab es nicht. Ich musste also eine neue SIM bestellen. Wieder Micro. Irgendwann in der vierten Woche kam die Karte an, sogar die richtige.
Leider stellte sich heraus, dass es mein Handy war, das grundsätzlich keine SIM Karten mehr erkennt. Konnte ich vorher nicht wissen, dennoch hat Fyve bis heute die zehn Euro für die Nano Karte nicht zurück überwiesen! Liest sich kompliziert, ist es aber gar nicht.

Nachdem ich dankenswerterweise in der fünften Woche von einem Kumpel ein Ersatzhandy geliehen bekam, war ich zumindest wieder erreichbar. Das versprochene Startguthaben von elf Euro bezog sich offensichtlich nur auf die erste Karte, also die Nano Karte, also auf die Falschlieferung. Das Startguthaben auf der Micro SIM betrug einen ganzen Euro! 9 Cent die SMS und 9 Cent die Minute Telefonie.

Es war der 3. oder 4. Oktober als ich mir zwei Pakete bei Fyve abbonierte. 100 SMS und 100 Freiminuten in alle Netze im Monat für insgesamt zehn Euro. Internet kennt das Ersatzhandy nicht. Nachdem ich meine Kontodaten übermittelt hatte, kam direkt eine Bestätigung von Fyve. Lästigerweise schalten Fyve ihre Pakete immer erst am 2. eines Monats frei. Das bedeutet ich habe im Monat Oktober insgesamt einen Euro zur Verfügung. Mehr wollte ich auch nicht ausgeben. Nach zehn SMS und einen kurzen Anruf betrug das Guthaben folgerichtig nur noch einen Cent. Oder besser es BETRÄGT nur noch einen Cent, denn jedes Mal wenn ich jetzt telefonieren möchte, erklärt mir eine Computerstimme meinen derzeitigen Kontostand, obwohl ich seit dem 2. November 100 Minuten frei habe. Die Ansage von Fyve dauert ungefähr 30 Sekunden, daraufhin werde ich verbunden. Der Tarifwahnsinn hat ein Ende, dafür läuft alles andere schief. Give me ten, Fyve! 
Wie sehr das nervt, kann man sich denken und wo sind meine zehn Euro und wo soll diese Universität eigentlich sein und wieso gehört Fyve zur ProSiebenSat1 Media AG?
Nachdem man das verinnerlicht hat, klingt How I met your Mother wie eine Drohung. Meinerseits!

Freitag, 22. November 2013

Der Bierbaron von Münchhausen




"Auf den Alkohol, dem Ursprung und der Lösung sämtlicher Lebensprobleme" Homer Simpsons


Die Zeit der Enthaltsamkeit ist vorüber. Fast zwei Monate habe ich auf Alkohol verzichtet. Was das sollte? Hier! Das klingt wie eine enorme Anstrengung, aber im Grunde sagt man einfach nur „nein Danke“, erklärt sich darauf hin mehrmals und verabschiedet sich wenige Minuten später. Ich habe nüchtern zwei Partys mitgemacht. Wenn neben dem Suff auch noch die Musik wegfällt, weil der DJ meint an alle denken zu müssen, also gar nicht denken zu müssen, dann wird es sehr hart bis unerträglich. Die Besoffenen sprachen mich aufgrund meiner leeren Hände an, entweder voller Verständnis oder voller Verachtung, jedenfalls immer viel zu nahe an meinem Ohr. Ich mache deshalb niemand einen Vorwurf, außer dem DJ vielleicht. Im laufe so eines abends, manövrierte ich mich eigenständig ins Abseits. Am Rande des Tresens, der Tanzfläche, der Gesellschaft.
Trank ich alkoholfreies Weizen, kam grundsätzlich jemand an und rief: AHA! Nach einer kurzen Erklärung wollte der Ungläubige natürlich probieren, nippte und sagte daraufhin: na gut! Alkholfreies Weizen mittels „mal dran nippen“ von Weizenbier zu unterscheiden, so was kann nur ein waschechter Fachmann. Lange hielt ich es auf beiden Veranstaltungen nicht aus und mich erinnern, wann ich das letzte Mal so viel eher als alle anderen gefahren bin, konnte ich mich ebenfalls nicht. Nüchtern bekommt man viel zu sehr mit, dass niemand aus der Menge wirklich heraus sticht. Partymatsch. Irgendwie traurig.

Mehrmals wurde ich auf mein körperliches Befinden angesprochen, mindestens doppelt so oft auf mein geistiges. Besonders kluge Leute fragten mich, was das denn bringen solle. Gar nichts bringt das nämlich, lieferten sie die Antwort gleich mit. Halt besonders kluge Leute. Der kleinste Aufstand gegenüber des dörflichen Bierkults wird direkt im Keim erstickt. Dabei wollte ich die Trinkgewohnheiten nie in Frage stellen, das hätte mir sowieso keiner geglaubt. Dennoch waren viele misstrauisch. Da ich keine Wette verloren hatte, verdichtete sich der Grund für meine Saufpause auf eine Manie oder reinen Spott.
Meine Argumente taugten leider überhaupt nicht als Gegenargumente. Gesundheit, Disziplin, mehr Zeit und Geld hatten allesamt keine Chance gegen: aber der Spaß! Der Spaß!!

Abgenommen habe ich leider nur wenig, etwas mehr als drei Kilo. Hauptgrund ist, dass der Körper im Schlaf anstatt Alkohol abzubauen, sich um das Fett kümmern kann. Das Ergebnis wäre besser ausgefallen, wenn ich nicht mit Alternativgetränken experimentiert hätte. Vitamalz (+), isotonisches Apfelbier (-), literweise Cola und fast wäre ich auf Ananassaft hängen geblieben.
Außerdem war das Timing etwas unglücklich. Verletzungsbedingt konnte ich während der Saufpause kein Fußball spielen. Die Samstage hätte ich ohne ein schlechtes Gewissen am nächsten Tag besser nutzen können und zuschauen ohne Pils in der Hand zeugt nicht gerade von fußballerischer Kompetenz. Prost.

Montag, 4. November 2013

Ich rege mich auf - Online Gamer

"Ich suche den Power-Knopf bei solchen Vollspacken,
ein schlauer Kopf tankt Sauerstoff oder geht Holz hacken." Dendemann


Ich rege mich auf, ich rege mich auf. In Wirklichkeit habe ich mich schon lange nicht mehr so richtig echauffiert. Das habe ich abgelegt. Dabei kann die wilde Raserei, die so genannte Schnitzelwut, sehr amüsant sein und genug Angriffsfläche ist dafür zweifellos vorhanden. Schließlich macht die namenlose Mehrheit vorsätzlich fast alles falsch. Man könnte damit ganze Blogs füllen, dachte ich mir.
Und genau da kommt die neue Kategorie und das neue Label ins Spiel - Ich rege mich auf. Einfach mal meckern. Wie viel Spaß das Aufregen machen kann, ist in den Büchern von Dietmar Wischmeyer nachzulesen oder man verfolgt es in den Fernsehauftritten von Olli Schulz. Wie stumpf es dagegen hier im Blog zugehen wird, kommt auf das Thema an. Ziemlich stumpf, schätze ich. So geniale Einfälle wie Homer Simpson (warum ist der Toast eckig und die Salami rund?) habe ich nicht. Zumindest geht es heute nicht besonders alltagstauglich los.

Liebe Online Gamer, ich rege mich auf.
Es gibt Menschen die machen so offensichtliche Dinge falsch, dass man meint, die wollen gar nicht ernst genommen werden, obwohl ihr Mundwerk was anderes behauptet. Ich denke da an Typen, die ihre Harre an den Seiten raspelkurz tragen und oben auf dem Kopf wie eine Trophäe ihr Resthaar aufbewahren, als sei es ihr geliebter, leider verstorbener Hamster aus Kindestagen. Oder Menschen, die Shisha Rauchen für eine gelungene Samstagabendbeschäftigung halten. In beiden Fällen ist deren Verhalten hochgradig asozial. Mal drauf achten!
In dieselbe Kerbe haut auch ein grossteil der Online-Gamer. Die Idee Spielerlebnisse auf der PS3, xBox 360 oder dem PC zu teilen, ist grundsätzlich super. Hey, eine riesige LAN Party! Schach zum Beispiel ergibt für mich erst wirklich einen Sinn, wenn man gegen jemand anderen antreten kann.

Nun muss man sich aber vorstellen, dass der Gegner beim Schach sich nicht an die Regeln hält und meint, er könne pro Runde zwei Züge machen oder er verschwindet vor jedem Zug für zehn Minuten auf der Toilette oder er labert einfach die ganze Zeit über Scheiße. Bei Online Spielen ist dieses Verhalten leider die Regel, scheinbar die einzige, weshalb ich schon länger den Spaß daran verloren habe. Wieso beeinflusst jemand ein Spiel durch diverse Cheat Möglichkeiten, Ablenkungen oder durch die Zahlung eines gewissen Geldbetrages so sehr, dass er sich sicher gehen kann das Spiel auf jeden Fall für sich zu entscheiden? Wo ist da der Reiz dran? Andere sind ehrlicher und verbringen einfach die notwendigen 40-50 Stunden in der Woche vor dem Bildschirm, um ihre sog. Skillz zu verbessern, um sich dann völlig überlegen den Sieg zu sichern. Das ist vom Grundgedanken her fair, aber für mich ebenfalls absolut unverständlich. Vor allem, weil die Wichtigkeit des Spielausganges deren Laune, ach was, deren gesamten Lebensinhalt ausmacht. Die Reaktionen auf eine Niederlage sind entsprechend heftig.

Ich spiele nur noch Poker oder rundenbasierte Strategie Spiele online. Da ist es egal, ob jemand zehn Stunden am Tag Poker spielt, der mit dem besseren Blatt gewinnt letztendlich und auch bei den Strategiespielen sind die Möglichkeiten zu bescheißen eher gering. Auch wenn der Mitspieler schnell offline ist, sobald seine Strategie nicht aufgeht.
Im Grunde sind es solche Symptome, die mich aufregen. Bei dem beliebten Fußballspiel Fifa 14 drückt der besagte Onlinespieler bei einem Rückstand gerne die Start Taste, um für zwei Minuten zu pausieren. Dies ist ihm sechsmal während einer Partie erlaubt. Ziel ist es, den Gegner so sehr zu entnerven, dass er von sich aus das Spiel abbricht und somit der Sieg für den durchtriebenen Online Pro-Gamer gewertet wird. Auf gar keinen Fall verlieren! Was sollen sonst die anderen Rotzlöffelkids auf dem Schulhof denken, wenn sie seine Spielstatistik sehen?

Praktischerweise ist es möglich via Headset das Gelaber der anderen Seite während eines Spieles Mitzuhören oder sich gar daran zu beteiligen. Braucht man aber nicht, da sowieso nur Beleidigungen und stumpfsinnige Aussprüche ausgetauscht werden.
Schade, im Grunde könnte das Online Gaming richtig Spaß machen, bei all dem Potenzial, das es für die Spielentwickler hergibt. Rollenspiele, wo sich die einzelnen Spieler eher selten in die Quere kommen, weil sie hauptsächlich dafür da sind, die Spielwelt mit Leben zu füllen, gehen mir zu sehr in die Tiefe, als dass ich mich darauf einlassen möchte. Lange kann ich mich eh nicht am Kontroller festhalten, weshalb die Kürze meiner Online Auftritte das Gefühl, es ausschließlich mit Assis zutun zu haben, noch steigert.
Online spielen funktioniert für mich nur noch mit Bekannten, ansonsten geht nichts über die gesellige Doppelkopfrunde Vorort. Das ist noch was Reelles.  

Freitag, 1. November 2013

Lieblingssong November 2013

Aufgrund meiner Verweigerung gegenüber dem Radio und Musikfernsehen hätte ich fast die Sängerin Lorde verpasst, obwohl sie in Amerika und England auf Platz eins der Charts war. Die Engländer nehmen ihre Charts noch ernst und sind es wert verfolgt zu werden. Das habe ich in letzter Zeit vernachlässigt. Das passende Lied zur Platzierung heißt Royals und ist ein zweistimmiger Gesang mit Bass und etwas Melodie. Hört sich sehr harmonisch an und textlich kann ich ihr ebenfalls nur zustimmen. Wie viel Neuseeland in Lorde steckt, kann ich nicht beurteilen. Typisch ist Royals aber sicherlich nicht für die Insel.


Mittwoch, 23. Oktober 2013

In geheimer Mission

"Wenn der Terminator ein Russe wäre, hätte er keine Chance gegen Ninja in geheimer Mission" Lukas

Der Lukas ist Hobby-Filmer oder besser Amateur-Filmer, genauso wie ich Amateur-Fussballer bin. Beruflich schneidet er Trailer für Trash Bindestrich Filme zusammen. Aus einer Trotzreaktion heraus produzierte er für den Film Ninja in Geheimer Mission einen Trailer, der dem Film im ursprünglichen Sinne gerecht wird. Trash eben. Auf seiner Internetseite erklärt er sehr lesenswert sein Vorgehen. Hier zum Verständnis. Den Film Ninja in geheimer Mission gibt es übrigens wirklich.
Als Fan von gut gemachten Trailern muss ich die hier verbreiten und wie üblich bin ich, was die Aktualität angeht, spät dran. Da ist jemand mit dem Herzen bei der Sache!

Wie so oft ist der Trailer auch in diesem Fall besser als der Film. Man kennt das ja, ich denke da zum Beispiel an Transformers oder Man of Steel, wenn der Trailer zuviel verspricht oder gewaltig ablenkt vom Endprodukt. In der Kantine von Paramount Studios sprechen die Mitarbeiter dann von einem Trailerfake. Dreamsworks widerrum bringt gerne die besten Gags bereits im Trailer unter, sodass man den Film gar nicht mehr zu schauen braucht. Schauen braucht man Ninja in geheimer Mission ebenfalls nicht, auch wenn die Trailer etwas anderes behaupten. Es geht um Trailer!


Ninja in geheimer Mission 2 - Russian Terminator




Dienstag, 15. Oktober 2013

Lieblingssong Oktober 2013

Die Hamburger Band Blumfeld gibt es jetzt schon mehrere Jahre nicht mehr. Jochen Distelmeyer hat mit Heavy 2009 sein Soloalbum herausgebracht und seitdem ist es still geworden. Zur letzten Tournee von Blumfeld kam ein Best of Sampler heraus, der schlappe vier CDs beinhaltet und genau so heißt wie die Tournee: ein Lied mehr. Da kann man auch schnell „kein Lied mehr“ draus machen. Auf dem Best of ist ein Cover Song drauf, von dem ich einfach mal behaupte, dass er exklusiv für den Sampler aufgenommen wurde. Wer da gecovert wird, habe ich trotz Internetrecherche nicht herausgefunden. Rod Stewart vielleicht? Wer es weiß, kann es mir ja in den Kommentaren vorhalten. Lieblingssong des Monats ist also The Law von der Gruppe Blumfeld. Eine ruhige Nummer mit englischen Gesang, das strengt nicht so an beim zuhören und passt wunderbar in den Herbst. Unter dem Song ist zusätzlich die kurze Dokumentation zur letzten Tournee von 2007 verlinkt. Abflug.


Samstag, 5. Oktober 2013

Picture my Day #14

Gestern am 4. Oktober war wieder PmD. Muskelkater Edition. Eine Teilnehmerliste findet ihr hier. Durch eine raffinierte Verwackeltechnik habe ich Eigennamen und Gesichter unkenntlich gemacht. UND keine Untertitelung der Bilder, also... Viel Spaß.

 

























 




 


Dienstag, 1. Oktober 2013

Alkoholen

"Wer 'n Riecher für die Kacke hat, der rümpft ihn jetzt
Wem ich's auch erzähl, jeder schimpft entsetzt" Dendemann

Ab dem 1. Oktober ist es wieder soweit. Eine Entlassungswelle wird durch die Brauereien des Landes gehen. Trotz Oktoberfest? Genau! Denn der Martin und der Ich starten mit der alljährlichen Saufpause. Vorläufiger Arbeitstitel. Das ganze dauert dann bis zum 1. Dezember, offiziell. Inoffiziell kann die Pause aufgrund fehlender Ereignisse, obwohl, einen Grund gibt es ja immer, verlängert werden. Eigentlich müsste ich schreiben, ich trete für zwei Monate in den Streik. So fühlt es sich nämlich an, wenn man auf geselligen Abenden ausgefragt wird, weshalb man heute nichts trinkt.
Wenn ich den gesamten Zeitraum von zwei Monaten erwähne, bringen Dritte sofort schlimm klingende Krankheiten ins Spiel. Das habe ich aus dem letzten Jahr gelernt. Laufen wird das eh, es kommt darauf an wie bequem ich es mir gestalte. Überwinden muss ich nur den äußeren Schweinehund oder mich vor ihm verstecken oder ihn zur Sau machen.

Gute Vorraussetzungen sind:

-         Auf Partys nie den vollen Zeitraum des Verzichtes erwähnen, am besten eine einmalige Sache draus machen. Es sei denn, ich bin auf runden Geburtstagen oder Sonstigem. Dann gerne den Zeitraum verlängern, nicht dass der Gastgeber noch denkt, ich trinke aus Antipathiegründen nichts. Frauen haben damit übrigens weniger ein Problem.
-         Bei geselligen Fußballspielen vor dem Fernseher alkoholfreie Weizen trinken. Das Weizenglas demonstrativ auf den Tisch, die Flasche mit dem Alkoholfrei-Etikett unter den Tisch stellen.
-         Das gesparte Geld in Wandertouren und Konzerte investieren. Es kann doch kein Zufall sein, dass im Herbst die großen Feten vorbei sind und die Wandersaison beginnt.
-         Den Nudelholzcharakter so lange zelebrieren, bis auch die letzte, anwesende Dame sich fragt: höre ich mich wirklich so an?
-         Sonntags nach dem Kreisklassespiel schnell durch die Mitte verschwinden.

Letztes Jahr habe ich nebenbei sieben Kilo abgenommen. Fünf würden mir dieses Jahr reichen. Prost!


Montag, 30. September 2013

Arrested Fernsehlandschaft

"Was ich meine ist, heut gibt es nichts, was es nicht gibt, eine Tragödie
Die Kids sitzen vor den Dinos und verblöden mir
Für die Unterhaltungsbranche ein nicht zu unterschätzender Schwachpunkt
Jetzt nur Hip Hop pädagogisch wertvoll - aller Achtung" Dendemann



Was ich eigentlich sagen will, gibt kaum Material her, deshalb nutze ich eure reichlich vorhandene Zeit und schweife ganz leicht ab. Jetzt.

Wen ich noch nie verstanden habe, sind Menschen, die nicht wissen wo welcher Kanal auf ihrem Fernseher oder Receiver gespeichert ist. Auf meinem Receiver ist auf Kanal 734 ein neuer Sender aufgetaucht. Joiz oder JOIZ. Ein Sender, der die Social-Network Generation zu seiner Zielgruppe zählt. Jede Sendung ist interaktiv, dümmlich und wird mit sinnlosem Geplapper gefüllt. Klischeehafte Hipster Moderatoren geben ihre Meinung zur aktuellen Geschehnissen, Musik oder dem Internet zusammengefasst in leichtverständlichen Satzverstärkungswörtern wieder. Yolo, LoL, Krass, Woohoo, Yeah, will auch usw.
Es ist schon fast amüsant, wenn in den sehr kurz gefassten Nachrichten berichtet wird, wie im Land XY wegen des Krieges das Internet ausgefallen ist. Schrass.
Im Programm ist auch ein HipHop Talk vorgesehen, aber allein der Vorspann hat es mir versaut. Jeder Dödel wird wie ein Weltstar abgefeiert und der kommt dann auch noch live ins Studio und du bist im Chat dabei. Woohoo. Ihr merkt es selbst, ein weiterer Idiotensender, der im Grunde sein Publikum auch direkt im Internet hätte abholen können. Kanal 734 ist schon eine angemessene Platzierung. Yolo.

Das bringt mich auf das Promi Big Brother Haus und das dazugehörige Online Magazin moderiert von Etienne und Nils, zwei der sympathischen Game One Nerds. Das liebe Geld.
Was mich auf einen wirklich gelungenen Internet Sender bringt. Rocket Beans TV, unter anderem mit den beiden besagten Herren. Die Themen bestehen hauptsächlich aus Film und Videospiele, offensichtlich, die haben ja auch Ahnung davon. Die fast tägliche Talkrunde Almost Daily stellt dabei das Highlight dar. Ein oft sehr persönliches Format, da muss man die Moderatoren schon abkönnen, damit man sich eine Stunde über deren Schulzeit oder Jobs anhören möchte. Andere Themen sind Aliens, die Zombie Apokalypse, Zeitreisen, Star Wars oder sie veranstalten eine illustre Spielrunde. Völlig wertfreies, unterhaltsames BlaBla. Yoko und Klaas in unaufgesetzt und nerdig. Quasi.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus?
Schaut euch die Serie Arrested Development an! Genau, das war es! Die lustigste Serie, die je produziert wurde. Ein Charakter wie Alf oder Al Bundy würde in dieser Serie gar nicht großartig herausstechen. Alle Arten von Humor sind vertreten, so viele Details, die sich über die gesamten drei (plus eine) Staffeln hinaus erstrecken, geniale Dialoge, ich könnte glatt ins schwärmen geraten. Aber, ganz ohne Hipster-Genörgel geht es auch hier nicht, schaut euch die Serie auf Deutsch an! Im Original geht zu viel vom Witz verloren! Nichts zu danken.



Mittwoch, 18. September 2013

Lieblingssong September 2013

Ich habe den Song Waveforms von Django Django (die Ds sind stumm) selbst erst gestern zum ersten Mal gehört. Einfach mal vorausgesetzt, der Leser kennt die Band ebenfalls noch nicht und falls ja, warum sagt er dann nichts?
Kann sein, dass es da eine Verbindung mit dem GTA 5 Release gibt, vielleicht kommt der Song im Spiel vor? Ich weiß es nicht. Zu jedem GTA gibt es einen guten, umfangreichen Soundtrack und viele "casual Gamer" werden neue Bands für sich entdecken und keiner wird zugeben, dass er das Lied zuerst in einem Videospiel gehört hat. Das kann noch lustig werden. Für euch hardcore Leser also zuerst hier, nochmal Glück gehabt.

Das dazugehörige Album heißt wie die Band Django Django und kam 2012 auf den Markt. Das bedeutet, ich hätte solche Songs wie Waveforms bereits in diesem Sommer hören können! Viel mehr als einen Sommer haben solche Songs oft nicht. Siehe Big City Life von Mattafix oder oder oder. Keine Angst, ich archiviere es für euch.



Dienstag, 17. September 2013

Finsterworld

Am 17. Oktober kommt der Film Finsterworld von Christian Kracht und Frauke Finsterwalder in die Kinos. In der Süddeutschen wird Frauke Finsterwalder als Christian Krachts Frau (nicht Ehefrau) bezeichnet. War mir neu und ich erwartete sofort eine hübsche Frau hinter dem Namen. Warum auch immer. Gerechtigkeit, oder so. Naja, es bleibt halt bei Frauke Finsterwalder.
Im Trailer erkennt man direkt Krachts Handschrift. Die Aufmachung der Darsteller, deren Kleidungsstil und Frisuren, die Dialoge, die Themen, die intensiven Farben. Die Charaktere in seinen Bücher stelle ich mir genau so vor, bzw. sehen seine Buchcover nicht anders aus. Zumindest die, auf denen Personen zu sehen sind. Distinguiert ist das Wort.
Deutschland aus der Perspektive von Kracht fand ich immer spannend und zutreffend. Krachts Deutschland erinnert mich an Zukunftsvisionen von Orwell, Kubrick, Huxley oder Waters. Welcome to the machine. Ob allerdings der Humor verstanden wird, bezweifle ich. Kann mir ja egal sein, besser im Kino wird gar nicht gelacht, als an den falschen Stellen.
Das Buch zum Film gibt es bereits zu kaufen. Ich werde es tun. Auf meiner immaginären Liste an Büchern, die gelesen werden wollen und Filme, die geschaut werden müssen, steht zum Ende des Jahres endlich was drauf und zwar nicht wenig. Wie oft fragte ich mich 2013 bereits: wohin mit dem Geld??

Freitag, 30. August 2013

Lieblingssong August 2013

Kurz vor Ladenschluss fiel es mir ein: da war doch was... ein Blog, eine Kategorie, ein Lied und am besten noch etwas Hintergrundinformationen. Kurz: Der Lieblingssong für diesen Monat!
Warum so spät? Ich könnte behaupten, es lag an den Release von Jay Zs neuem Album, das würde aber nicht stimmen. Ich habe Magna Charta... Holy Grail heute gehört und es ist kein einziger guter Song drauf. BÄM.

Also doch einen anderen Namen droppen, das heißt, es sind zwei Namen. Jacob und Phil Fill. Dahinter verbergen sich nicht allzu geschickt Jacob Vetter und Philip Rittmannsperger, falls ihr wissen möchtet, wohin mit der Fanpost. Der melodische, abgespeckte, progressive Rock gefällt mir nach dem ganzen Dubstep Hype umso besser. Hört man eigentlich noch viel Dubstep in der Werbung oder unter Youtube Videos von Christiano Ronaldo gelegt?

Der Klangteppich lädt zum "vor der Anlage liegen" ein, was bekanntlich am besten so um 3:00 Uhr funktioniert. Jacob & Phil Fill - Ancient Dust



Dienstag, 13. August 2013

Meh Dräck

„Die Dreifelderwirtschaft war die seit dem Mittelalter um etwa 1100 n. Chr. in Europa weit verbreitete Bewirtschaftungsform in der Landwirtschaft. Die Römer kannten schon die Zweifelderwirtschaft („Landwechsel“) und wandten diese auch nördlich der Alpen an. Im Hochmittelalter wurde dann, ausgehend von karolingischen Klöstern, nach der Einführung der neuen Gerätschaften des 11. Jahrhunderts flächendeckend das Dreifeldsystem eingeführt. Durch diese Neuerungen wurde in Europa die Grundlage für ein starkes Bevölkerungswachstum geschaffen, das erst durch die Pestwelle in der Mitte des 14. Jahrhunderts beendet wurde.“ Quelle Wikipedia

Deichbrand 2013, was soll ich euch erzählen, was ihr nicht selber wisst? Wenn man zum Festival fährt und vor allem wenn man mit denen zum Festival fährt, muss man los lassen können. Schuhe, T-Shirt, Matratze, Zelt, Campingstühle und diverse Kleinigkeiten, die mit Sicherheit einen Widerverwendungszweck in meinem Alltag gefunden hätten, sind in Cuxhaven verblieben und von Plündererfamilien aus der Region einkassiert worden. Frei nach Chris von Rohr zelebrierten wir das Credo Meh Dräck. Zum Glück fiel uns das bereits am zweiten Tag ein, Überzeugungen lassen einen alles überstehen. Was gibt es zu erzählen?
Blumentopf sind die alleraller derbsten, Toten Hosen und Sportfreunde Stiller setzen voll und ganz auf den Mitgröhlfaktor, sehr langweilig und Should I stay or should I go von the Clash hielten insgesamt vier Bands für einen gelungenen Bühnenabgang. Gelungen ist es aber nur Anti Flag. Soviel zur Musik. Viel mehr kann ich auch gar nicht dazu sagen.

Wir haben uns mehr Freunde als Feinde gemacht, was ich daran festmache, dass die Zeltnachbarn unseren Lebensstil schnell adaptierten. Ansonsten ist es entsprechend eskaliert: Lazarettaufenthalt, Piercings in die Fresse, Henna Tattoo auf dem Unterarm, Sonnenbrand, Biernot, Überlauferbrechen, Drogenrausch, Genitalien. Meinen Bart konnte ich leider nicht retten. Nach der zweiten Dusche, zurück in der Wohnung, war das Wasser nach der Rasur braun. Rasurbraun hat daraufhin einen Platz in meiner persönlichen Farbtabelle bekommen. Ansonsten gilt: was auf dem Deichbrand passiert, bleibt auch dort. Das war es wohl, was sich unsere Mitstreiter gedacht haben, als sie uns samt Gepäck zurückließen…Vier Arschtritte stehen noch aus.

Es war schwierig Bilder rauszusuchen, die keinen zu angeberischen oder eben kaputten Zustand beschreiben. Nun, von der Sittenpolizei abgesegnet: Bilder!


 Kraftklub

 Tag 1 - Beim Pavillionaufbau auf den Herrn Ingenieur gehört


 Megafon, falls wir nicht genug Aufmerksamkeit erregen sollten

 Tag 2 - typisches WG Problem, wer ist dran mit dem Abwasch?

Tag 4 - was war eigentlich mit dem 3. Tag?

 Anmache und Lebenseinstellung in einem Tattoo

 Sonnenschutz hatte absolute Priorität, noch vor... Waschen!

Die Zeltnachbarn, die Luden, uns auf einen Umtrunk ein. Schön wars, nach 15 Minuten.

Bei Bildunterschriften immer Wortwitze! Ganz schön geschlaucht, der junge Mann.

Dienstag, 6. August 2013

Fliegen

„Sie fliegen um zu siegen,
fliegen Fracht und fliegen Ziegen,
fliegen bis die Fetzen fliegen,
sie sind Sieger wenn sie fliegen!“ Käpt´n Balu


Wer bei der Überschrift an Freiheit, blauen Himmel und Abenteuer denkt, liegt gar nicht mal so falsch. Es geht mir zwar um die Fliegen und nicht um das Fliegen, aber dafür lebe ich auf dem Dorf und dort gibt es zweifellos sehr viele Fliegen und den blauen Himmel und all den Rest.
Meine Wohnung ist umzingelt von Bauernhöfen, der Brutstätte für 90 Prozent aller Fliegen auf der Welt. Die restlichen zehn Prozent gehen an Afrika. Auf dem schwarzen Kontinent sind die Fliegen wenigstens noch für etwas nütze, zumindest wenn man die Regisseure der Betroffenheitswerbung von Aktion-Mensch fragt. Bei William Golding ist der Herr der Fliegen ein aufgespießter Schweinekopf, der das Revier der rivalisierenden Jugendbanden absteckt. Bis hierhin und nicht weiter! Die Kinder halten sich nicht dran, die Fliegen schon. Nun kann ich mir schlecht einen aufgespießten Schweinekopf in den Garten stellen, um mein Fliegenproblem zu lösen.

Aufgrund der Hitze habe ich das Bedürfnis bei offenem Fenster zu schlafen. Ach, wem mache ich was vor? ich lasse alle Fenster auf, ständig, es ist so verdammt heiß und zwar drinnen! Die Fliegen interessiert das nicht, die kommen ungefragt rein und bleiben. Erst dachte ich, es könnte an mir liegen. Hygiene, Obst, Verdauung, Gründe gibt es genug. Erst mein Nachbar lokalisierte den gegenüberliegenden Bauernhof als Ursprung der Plage. Merkwürdig, als ich den Grund noch bei mir fand, konnte ich ganz gut mit der Situation leben… Freud, was ist da los?
Und vor allem, was motiviert die Fliegen dazu aus ihrem wohligen Schweinestall über die gut frequentierte Straße, durch mein, im Verhältnis zum Mauerwerk, kleines Fenster zu fliegen? Das ist doch was persönliches! 

Wenn das Licht aus ist, hört es sich an, als ob ein Formel 1 Rennen in meinem Schlafzimmer ausgetragen wird. Nur in klein, wie auf dem Handy, quasi. Zoom, Zoom, Zoom. Die Fliegen sind schwer zu zählen, ich schätze mal es sind 20 Stück. Pro Zimmer. Es wäre sehr fahrlässig unter diesen Umständen seine Teleportationskammern zu nutzen. Mittlerweile freue ich mich schon, wenn mal eine Mücke darunter ist. Die Fliegenfänger an den Decken sind so dermaßen überladen, dass sie drohen jederzeit zu Boden zufallen. Bei 1,96 m Körperlänge kann ich für die Fliegenfänger nur die Raumecken nutzen, weil ich sonst Gefahr laufe mich selbst zu verheddern. Die Kapazitäten sind bald erschöpft. Die beliebteren Fliegenfänger bleiben trotzdem dran, als Mahnung.

Ich versuche die Fliegen zu ignorieren. Ich lasse sie über meine freien Unterarme und das Gesicht krabbeln, ohne eine Reaktion zu zeigen. "If you can´t beat them, join them", wie mir mein achtjähriger Brieffreund Chukwuebuka aus Niger letztens schrieb. Das funktioniert nur bedingt. Eine Fliegenklatsche besitze ich nicht. Erstens müsste jemand die Leichen beseitigen und zweitens würde ich dann nichts anderes mehr machen, als wie ein Irrer mit der Klatsche um mich zuschlagen. Würde mich nicht wundern, wenn darauf der Ausspruch "der hat doch eine Klatsche" basiert. Außerdem: "Wenn du eine tot haust, kommen zehn zur Beerdigung."

"Mach doch Fliegengitter vor die Fenster." Nein! die Dinger haben immer Schwachstellen und die Löcher sind nicht klein genug um die Baby Fliegen auszusperren. Die älteren, zum Teil schon mehrere Stunden alten Fliegen schmuggeln die Baby Fliegen über Nacht durch das Fliegengitter. Dazu kommt das Anbringen des Fliegengitters. Es ist eben nicht "total easy", "mal eben gemacht", es ist eine Last und ich möchte eine Lösung, die lässig anstatt lästig ist...

Mir bleibt womöglich nichts anderes übrig als zu hoffen, dass der Name Eintagsfliege Programm ist. Morgen, spätestens Übermorgen war es das mit Marty McFly und für das Massaker darf sich dann ein anderer rechtfertigen. 
Interessante Vorstellung: die Lebenserwartung eines Lebewesens misst sich am Nervfaktor. Fliegen haben entsprechend nur einen Tag, Hunde 12 Jahre, Katzen 17 Jahre, Junkies... 
Schildkröten werden hingegen über 100 Jahre alt und die nerven wirklich Niemanden. 
Da ist was dran.

Freitag, 12. Juli 2013

Lieblingssong Juli 2013

Ich komme nicht mehr mit. Jack White, der inoffizielle Erbe von Robert Plant und der einzige, der sich meiner Meinung nach nicht hinter den Legenden der Rockgeschichte verstecken muss, haut unter verschiedenen Namen, mit verschiedenen Künstlerkollegen schon fast jährlich ein neues Album raus. So steht er da, in der Hall of Fame des Rocks, gleich hinter Iggy Pop, wo man ihn gut sehen kann, weil Iggy doch so dünn ist. 
Jedenfalls hat Jack White in den letzten Zehn Jahren ordentlich und vor allem skandalfrei was wegproduziert. Und das alles in einer hohen Qualität, zumindest hat es mich immer erreicht.
Sein aktuelles Soloalbum Blunderbuss (2012) wird von mir gerade tot gehört. Hier eine Akustik Version des gleichnamigen Songs, nämlich Blunerbuss. Donnerbüchse, das verspricht einiges.

Freitag, 21. Juni 2013

Junge oder Mädchen?

"Jungs haben mehr Platten und Cds als Mädchen." Benjamin von Stuckrad-Barre


2011, als ich noch in Bremen lebte, lieh ich mir bei Cambio Carsharing einen Autowagen. Mein Vormieter oder meine Vormieterin hinterließ mir, höchst wahrscheinlich unfreiwillig, eine CD im Auto. Es war eine unbeschriftete, selbst zusammengestellte Mix CD. Und was für ein Mix das war! Nachdem ich sie durchgehört hatte, nahm ich die CD mit. Als Beweis. 
Vor kurzem fand ich sie und damit dieselben Fragen wie vor zwei Jahren in meinem Regal wieder.
Wer stellt sich oder für jemand anderen zu welchem Anlass so einen Mix zusammen? Bei der Anordnung vermutet man hinter jedem Track einen Gedanken.
Etwas Hobby-Psychologie für euch. Die Trackliste sieht wie folgt aus:

1. Ray Parker Junior – Ghostbusters
Okay, das geht ja schon mal ab. Ein Klassiker, dazu Filmmusik, aber durchaus Alltags, Autofahrer und Mix CD tauglich.

2. Me Gustaria – Saw Theme
Schon wieder Filmmusik. Dieses mal instrumental, was einem schon mehr Begeisterung für das Genre abverlangt. Der Soundtrack von Saw ist aber eher ein Stimmungskiller.

3. The Dark Knight – Deutscher Trailer
Nun ist klar, die Songs wurden bei Youtube runtergeladen. Machen Mädchen so was? Und es scheint endgültig ein Filmfan hinter dem Mix zu stecken. Zumindest was das Popkornkino angeht.

4. Revolverheld – Freunde bleiben
Ein Trennungslied und zwar für Mädchen komponiert, behaupte ich jetzt einfach mal.

5. Sido – Sarah
Noch ein Trennungslied, dieses mal für den jungen Mann. Merkwürdig, beides passt nicht nebeneinander oder es sollte nur die Grundstimmung vermittelt werden: Trennung, aber mit Nachtreten. Jedenfalls erwartet man keine gute Musik mehr.

6. Sido – Hau ab
Wie gesagt, wirklich gut ist auch das nicht. Mein Eindruck festigt sich, aber leihen sich Pubertierende ein Auto bei einem Carsharing Programm?

7. Sido – Schlechtes Vorbild
Sido Sido Sido und dann nur die Songs mit der größten Ghettoattitüde. Das ist zermürbend. Der Typ ist so ein schlechtes Vorbild.

8. Sido – Ich hasse Dich
Ein Sido Fan, kein Zweifel. Spätestens jetzt hat man unweigerlich ein Bild des Vormieters vor Augen.

9. Emiliana Torrini – Jungle Drum
Damit konnte niemand rechnen. Das kann daran liegen, dass der Song in Deutschland auf Platz eins der Single Charts war. Sido und chartorientiert widerspricht sich ja erstmal nicht.

10. Kings of Leon – Sex on Fire
Guter Song. Verdächtig...

11. Kid Cuti – Day & Night
War auch in den Charts und ist absolut tanzbar und was für das Auto. Kann ich nachvollziehen wie der Song auf die CD kommt, nur fand das Lied damals wohl jeder gut.

12. Nino De Angelo – Jenseits von Eden
Ich war genauso verwirrt als ich die CD im Auto durchhörte! Nino De Angelo, das hört man noch nicht einmal aus Ironie, selbst dann nicht, wenn Nino mit Jenseits von Eden das Ghetto gemeint haben sollte. In meiner Vorstellung wird der Vormieter weiblich und suizid.

13. Eamon – Fuck it
Eamons eleganter Tritt in den Hintern seiner Ex war ebenfalls in den Charts weit oben. Das Thema Trennung scheint tatsächlich im Vordergrund zu stehen. Mit zugekniffenen Ohren kann man so auch den Nino De Angelo Song erklären.

14. Eric Carmen – Hungry Eyes
Filmmusik, wie Ghostbusters schwungvoll. War wohl nicht alles schlecht in der Beziehung oder es soll den Besitzer der CD zumindest daran erinnern, dass eventuell nicht alles schlecht war.

15. Jefferson Airplane – White Rabbit
Kult und ein echt guter Song dazu. Fear and Loathing in Las Vegas. Exzessiv, männlich und schon lange her. Frauen hören solche Musik nur, wenn Männer im Raum sind, bzw. im Auto sitzen.

16. Leslie Gore – It´s my Party
Das verhält sich so gegenteilig, dass es ironisch gemeint sein könnte. Aber wer opfert drei Minuten auf einer CD für einen kurzen Schmunzler? Oder doch etwa ernst gemeint?

17. The Lonnie Donegan Skiffle – Rock Island Line
Kennt das ein Sido Fan? Ich kann es mir nur schwer vorstellen. Oder kam der Song in einem Film vor? Eher in einer Serie.

18. The Proclaimers – 500 Miles (Live)
Der Song ist ein Autofahrer Song und zwar geprägt von der Serie How I met your mother. Bleibt die Frage, hat das jemand für sich gebrannt oder für jemand anderen, als Erinnerung an die Szene aus der Serie und entsprechend als Lacher serviert? HIMYM guckt bekanntlich jeder… Live war vermutlich die einzige Option, weil Youtube das Lied in good old germany nur als Live-Version freigibt. Ist ja oft so.

19. Elvis Crespo – Suaramente
Nachdem ich das Lied hörte, hatte ich mich instinktiv auf eine junge Frau festgelegt. Das spanische Flair, Austauschstudenten, One Night Stands, peinliches Gekicher, brüchiges Mitgesinge, das Gefühl Musik zu hören, die nicht aus dem Radio kommt und natürlich der sauhohe Anspruch!

20. Atomic Kitten vs The Fugees – Whole Again (Mash up)
Das ist so Musik, die DJs Frauen direkt am Disco Abend mitgeben. Casual Hip Hop raffiniert gemixt, also lieblos übereinander geschmissenen und dazu ein Text, den sie mitsingen können. Mein Entschluss steht fest.

21. Oliver Onions – Trinity stand tall
Und wieder Autofahrer-Musik und zwar für "über das Land". Ich lege das mal als Romantik aus, um mein Bild nicht wieder überdenken zu müssen.

22. U2 & Bob Dylan – Knocking on Heavens door (Live)
Das „Live“ hat sich mit youtube geklärt. Bob Dylan ist eine Legende und Bono der größte Scheißhaufen der Welt. Da treffen Dimensionen aufeinander, das kann man bedenkenlos auf jede CD brennen. Man hat von den 21 vorangegangenen Tracks sowieso die Fresse voll .

Fazit: Für mich ist klar, die CD wurde für den Eigenbedarf gebrannt. Zuviel Sido, zuviel von einem einzigen Interpreten, das macht kein cleverer Junge auf eine Mix CD, die er verschenken möchte. Das nimmt zu viel Platz weg für die eigentliche Botschaft. Die vielen Liebeslieder im Schafspelz lassen vermuten, dass es Ärger im Paradies gab oder zumindest in der Ehe...
Ich tippe auf eine junge Frau, Mitte zwanzig. Studentin, die auf Kultfilme steht, sowieso gerne alles und jeden der älter ist als sie zum Kult erklärt. Sie mag es auf Partys sich vor ihren pseudointellektuellen, verstockten Kommilitonen für Sido zu rechtfertigen. Die Musik erschließt sich halt nicht jedem. Ist halt eine reine Kunstform. Zeigt man ihr aber verdammt guten, unbekannten Rap, lehnt sie ab.
Sie liebt die amerikanischen Serien, wie sie auf Pro 7 rauf und runter gesendet werden und ihr Vater heißt Nino De Angelo. Ach ja und sie hat leichtes Übergewicht.

Was sagt Ihr, könnte passen wa?

Mittwoch, 19. Juni 2013

Lieblingssong Juni 2013

Alle reden über das neue Kanye West Album, ja, man kann es tatsächlich hören, muss man jetzt aber nicht mehr, denn Aphroe kommt bis eben noch heimlich mit einem neuen Brett um die Ecke. Nebenan! "Du bist gerade am Zug? Abgefahren!" Wenn man mit dieser Art des Raps aufgewachsen ist, dann darf sich keiner wundern, dass man an die aktuellen Releases nur noch analytisch rangeht. Yeezus kann man sich wirklich anhören! meine Meinung. Aus Aphroes 90er Reihe: Nebenan. Wer das Original kennt, versteht was hier gerade passiert.



Mittwoch, 29. Mai 2013

Lieblingssong Mai 2013

Mal was Aktuelles. Devendra Banhart, von mir auch gerne "die Ameise der Musik" genannt, er erinnert mich an Jonathan Meese, hat 2013 sein neues Album herausgebracht. Mala. Es hat sich am Sound zum Glück nicht viel geändert, nur die Haare sind kürzer und der Bart auf hippe drei Tage getrimmt und eigentlich erinnert er mich überhaupt nicht mehr an Jonathan Meese. Aus dem Album Mala (bei Spotify durchhören!) eine Akustik-Version des Songs Never seen such good Things. Was für das Herz. Da ich aus Schikane keine Videos mehr einbetten kann, muss wieder ein Direktlink herhalten. Also einmal hier klicken. Hier. Nee, Hier!

         Devendra                                                                        Jonathan

 

Montag, 15. April 2013

Lieblingssong April 2013

Bald ist das Internet in die neue Wohnung nachgezogen, bis dahin gibt es was auf die Ohren. Dreht das auf! Die beste Trailer-Musik, die ich seit langem gehört habe. Stand up for the beast of America.

 
Das Einbetten scheint nicht zu funktionieren... dann so: klick Hier

Montag, 25. März 2013

Lieblingssong März 2013

Da sind sie wieder, meine drei Probleme: keine Zeit, kein Internet und keine Ahnung wie es weitergehen soll.
 

Samstag, 23. Februar 2013

Dienstag, 19. Februar 2013

Belly Off #3 - Zunehmen, für das was da noch alles kommt

„Schnell, schnell, nur keine Zeit verlieren.“ Dr. Hasenbein

Beitrag sechste Woche - 19. Februar 2013

Keine Zeit, Keine Zeit. Die Waage zeigt 100,5 kg an. Was zum ersten Mal eine Steigerung des Gewichtes bedeutet und den wöchentlichen Fortschritt von 670 g untergräbt. Fremde Küche und eine Kohltour und viele Partys haben mich mit schlimmeren rechnen lassen. So geht es ja noch. Ich habe zurzeit leider keinen Alltag, um meinen strengen Abnehmplan sauber durchzuführen. Aber bald, ey!

Dienstag, 12. Februar 2013

Belly Off #3 - Stagnation

"Wir sind dick, dick und durstig, dick und durstig" Böse Onkelz

Beitrag fünfte Woche - 12. Februar 2013

Und es ist soweit, die hundert Kilo bewegen sich nicht mehr von der Waage. 100 kg, für diejenigen, die nicht gerne ausgeschriebene Zahlen lesen. Bedeutet: Stillstand zur Vorwoche. Ans Laufen war in der letzten Woche nicht zu denken, zeitweise hagelte es sogar, weshalb ich mir mit Liegestützen aufzeigte, wie sehr ich mich an die Schwerkraft gewöhnt hatte. Es ist überraschend, wie viel größer der Effekt ist, wenn man bei Liegestützen die Beine, anstatt auf den Boden, zum Beispiel auf den Sessel parkt. Mit Effekt ist Muskelkater gemeint. Es kann nur besser werden.

Ansonsten kann ich sagen, dieser dumme Satz „alleine essen macht dich“, den man immer kurz vor einen feindlichen Übergriff auf seine Pommes zu hören bekommt, stimmt nicht. Gesellschaft macht dick und gegebenenfalls dumm. Ob es dafür eine Faustregel gibt, wie viel mehr Kalorien man pro anwesende Person zu sich nimmt? Zu zweit geht es vielleicht noch gerade so, auf Hochzeiten ist es entsprechend fatal, usw.

Ohne Sport wird sich auf der Waage erstmal nichts regen, zudem muss ich die Wochenenden etwas kürzer treten. Wenigstens das Kalorienzählen funktioniert, sonst wäre ich wohl längst wieder aus dem Leim gegangen. Noch bin ich im Soll. Die 670 Gramm pro Woche stehen. So, jetzt gehe ich Brötchen holen. 272 kcal pro 100 g hat ein Brötchen, Spiegelei auf jede Hälfte drauf und du nimmst insgesamt 712 kcal zu dir. Dazu ein Glas Kakao und du hast circa 1000 kcal verdrückt. Ein perverses Spiel.



Dienstag, 5. Februar 2013

Belly Off #3 - Gesundi strikes again

Beitrag vierte Woche – 05. Februar 2013

„Ein Scherz im Labyrinth der Unvernunft macht uns gesund.“ Tocotronic

Stand heute 100 kg. Die Einhundert ist erreicht. Punktlandung. Das macht einen Verlust von ganzen 1600 Gramm zur Vorwoche. Wie ich das gemacht habe, weiß ich nicht. Das Wochenende war wieder sehr intensiv, auf jeden Fall war es trotz viel Bewegung ein Kalorienschock. Dazu kommt, dass der Körper zwei Nächte in der Schlafphase kein Fett verbrennen konnte, da er genug mit der Abbauung von Alkohol zu tun hatte. Sagen wir drei Nächte. Umso bedenklicher beachtenswerter ist das Resultat.

Das Experiment, die beiden neuen Burger bei McDonalds zu testen, insgesamt 650 kcal, habe ich mir ebenfalls gegönnt. Western Chicken und Western Beef, jeweils für einen Euro. Der Western Beef ist eine Frechheit. Man bekommt zwei Brothälften zwischen denen irgendwo ein kleines Stück Fleisch mit Röstzwiebeln in Barbecue Sauce gepresst wurde. Beim Western Chicken lugt wenigstens noch die Panade hervor. Das war mir die zwei Euro nicht wert. Im Nachhinein. Aber ich wollte mir ja sowieso nichts beweisen. Falls irgendwer der Belly Off Teilnehmer McDonalds oder Burger King vermissen sollte, so geil wie die immer tun, sind die gar nicht. BILD deckt auf.

Der Schnee ist weg, die Wege um den Werdersee sind leer, ideale Bedingungen diese Woche mit dem Sportprogramm anzufangen. Aus Erfahrung weiß ich, allein mit Kalorienzählen wird es nicht mehr lange bergab gehen.


Dienstag, 29. Januar 2013

Belly Off #3 - Die Hundert vor Augen

Beitrag dritte Woche - 29. Januar 2013

Als wir noch dünner waren, standen wir uns näher.“ Georg Kreisler

Wie ihr sicherlich bereits bemerkt habt, schaue ich bei der Nummerierung der Beiträge nicht auf die vergangene Woche zurück, sondern optimistisch nach vorne.

Stand heute: 101,6 kg. Das macht zur vorigen Woche 400 Gramm weniger. Da habt ihr euren Rückblick. Success. Ein Erfolgsgarant war das Fußball-Hallenturnier am Samstag. In der Halle ist Schnellkraft gefragt. Explosionsartige Bewegungen und Kurzsprints, die Luft steht, der Boden federt nichts ab, Stillstand bedeutet Niederlage, anstrengender geht es kaum. Der Flüssigkeitsverlust wurde mit reichlich Bier gedeckt. Nicht dass später einer am Tresen wegklappt. Natrium-, Kalium-, Kalzium-, Magnesiummangel, diese Diskussion. Ein anderer Grund für den Gewichtsverlust war das Abrasieren meines Chuck Norris Bartes. Ein Opfer der 670 Gramm/Woche Quote.

Meine Vorgehensweise ist in diesem Stadium recht simpel. Bisher esse ich einfach weniger. FDV, wenn ihr so wollt. Friss 3/4. Da lohnen sich keine Bilder meines Mittagstisches, die findet ihr in jedem Kochbuch. Ich verzichte nämlich auf nichts, sondern achte ausschließlich auf die Menge. Der sportliche Part beginnt diese Woche mit dem regelmäßigen Fußballtraining. Im März kommt das Fitnessstudio dazu. Spannend, weil quälend, wird es sowieso erst bei einem Gewicht von unter hundert Kilo. Erfahrungsgemäß wird eine Stagnation einsetzen. Der Moment, in dem der Körper wirklich auf etwas verzichten muss und ein neuer Standard für die Ernährung und Bewegung definiert wird. Kurz: ich setze meinem Körper Wettkampfbedingungen aus. Die Batterien in meiner Waage sind leer. Ausgerechnet jetzt.

Macht eigentlich auch eine Fashion Bloggerin beim Belly Off mit? Würde mich doch sehr wundern.

Jeden Dienstag teilen diese Damen und Herren ihr Schicksal. Teilnehmerliste.